Willkommen bei der Klinikseelsorge

Eine Parkbank für die Seele.

Manchmal braucht es keinen Rat. 

Keine Lösung.
Keinen nächsten Schritt.
Nur einen Ort, an dem man kurz sitzen darf – mit allem, was gerade da ist.

Das möchte diese Seite sein: eine digitale Parkbank.

Ich bin Matthias Schmidt – evangelischer Pfarrer und Seelsorger im Nassauer Land. Hier schreibe ich auf, was mich bewegt: Predigten, Gebete und Gedanken. Für alle, die vorbeikommen – zufällig oder gezielt.

In der Klinik und im Hospiz begleite ich Menschen in ihren Tagen. Jeder ist willkommen – ganz gleich, welchen Glauben oder welche Zweifel Sie mitbringen.

Hier finden Sie Impulse zu Spiritualität und Trauer, Termine für Gottesdienste und das Offene Singen, sowie die Möglichkeit, direkt Kontakt aufzunehmen.

Sie sind herzlich willkommen – für einen ruhigen Moment auf dieser Bank oder für ein Gespräch.


Ein Wegweiser.

Ich suche die Termine für Offenes Singen, Abendandacht und Gottesdienst.“
Hier finden Sie Ort und Zeit → [Sonntagsweite und Wochenmitte]

Ich suche ein persönliches Gespräch.
Seelsorge ist mehr als Worte. Seelsorge ist Begegnung. Kommen Sie gerne auf mich zu. → [Seelsorge & Kontakt]

„Ich war beim Gottesdienst und mir hat ein Gedanke gut gefallen.“
Predigten, Andachten und Meditationen zum Nachlesen und Mitnehmen. → [Meditationen & Predigten]

Ich brauche konkrete Unterstützung.
Ansprechpartner für Lebensfragen in der Region → [Hilfe & Anlaufstellen]

Ich trauere gerade.“
Hier finden Sie Texte, die Raum geben – für Schmerz, Abschied und das, was bleibt. → [Abschied & Trost]

Ich möchte mehr über Glauben und Spiritualität erfahren.
Hier gibt es Impulse, die eigene Spiritualität zu entdecken → [Spiritualität]

Ich bin einfach neugierig.“
Dann finden Sie hier Texte. die mir gerade wichtig sind. → [Empfehlenswertes & Besonderes]


Menschenfreundliche Worte:
Herzenswärme

Manchmal rückt jemand einfach einen Stuhl näher.
Mehr geschieht nicht.
Kein guter Rat.
Keine Lösung.
Nicht einmal ein besonders kluger Satz.

Nur ein Stuhl, der vorher weiter weg stand.

Herzenswärme klingt nach etwas, das man sofort zu kennen meint. Und doch steckt in diesem Wort mehr als ein freundliches Gefühl. Es verbindet zwei alte Bilder: das Herz als Ort dessen, was uns im Innersten bewegt. Und die Wärme, die es für das Leben braucht.

Das Wort selbst steht so nicht in der Bibel. Aber im Kolosserbrief findet sich eine verwandte Wendung: herzliches Erbarmen. Im griechischen Text klingt das erstaunlich körperlich. Gemeint ist keine Freundlichkeit, die man sich vornimmt. Es geht um etwas, das tief innen sitzt.

Vielleicht beginnt Herzenswärme dort:
Wo ein anderer Mensch mir nicht gleichgültig bleibt.
Die Nachbarin, deren Geschichte ich schon dreimal gehört habe.
Der Patient, bei dem niemand mehr recht weiß, was noch zu sagen wäre.
Der Fremde im Zug, der umständlich nach seinen Sachen sucht, während ringsum die Augen verdreht werden.

Herzenswärme löst nichts davon.
Sie ist überhaupt erstaunlich schlecht im Lösen.
Sie macht die Einsamkeit nicht ungeschehen. Sie heilt keine Krankheit. Sie bringt den Zug nicht schneller ans Ziel.
Aber manchmal macht sie aus einem schweren Augenblick einen bewohnbaren Ort.

Nicht mehr.
Aber auch nicht weniger.
Manchmal genügt ein Stuhl, der näher rückt.