Meine Trauer.
Mein Weg.
Es gibt keine Landkarte für Trauer.
Keine Wegweiser, die uns sagen, wann wir links oder rechts abbiegen sollen.
Keine Etappenziele, die wir abhaken können.
Keine Trauerphasen, die wir durchlaufen müssen wie eine Pflichtübung.
Trauer ist so einzigartig wie ein Fingerabdruck.
Abschied und Aufbruch
Trauer ist Abschied.
Von einem Menschen, der nicht mehr da ist.
Von einer Lebensphase, die zu Ende ging.
Von Träumen, die zerbrochen sind.
Manchmal auch von ungelebtem Leben.
Aber Trauer ist auch mehr als Abschied.
Sie ist der erste Schritt auf einen neuen Weg.
Manchmal mit großen Schritten, manchmal tastend, zögernd.
Trauern ist kein Loslassen.
Durch die Trauer bekommt das, was wir betrauern einen neuen,
ebenfalls bedeutsamen Platz in unserem Leben.
Deshalb ist Trauern wichtig für unsere Seele.
Damit Abschiednehmen, Bewahren und Neuanfangen möglich werden
Das Leben wiedergewinnen
Irgendwann beginnt das Leben zurückzukehren.
Nicht das alte Leben.
Ein neues.
Ein Leben, das Erinnerung in sich trägt
und trotzdem wieder Raum hat für Freude.
Für Hoffnung.
Für Überraschungen.
Das ist das Geheimnis der Trauer: Sie nimmt nicht nur.
Sie gibt auch zurück.
Vertraue dem Weg
Niemand kann sagen, wie Trauer aussehen soll.
Wie lange sie dauern darf.
Wenn Sie spüren, dass Sie Hilfe brauchen,
weil Sie mit dem Leben selbst nach Monaten noch nicht zurechtkommen,
weil Schlaf und neue Kraft nicht kommen wollen,
weil die Traurigkeit nicht enden will:
sprechen Sie mit Therapeuten oder ÄrztInnen,
mit Seelsorge oder TrauerbegleiterInnen.
Das Herz weiß, was es braucht.
Die Seele kennt ihr Tempo.
Schritt für Schritt.
Tag für Tag.
Auf einem ganz eigenen Weg.
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Hospiz – Begleitung am Ende des Lebens
Im Hospiz ist die Zeit anders. Langsamer. Dichter. Kostbarer.
Hier begleite ich Menschen, die wissen, dass ihr Leben zu Ende geht – und die, die bei ihnen bleiben. Angehörige, die ausharren. Pflegende, die täglich neu lernen loszulassen.
Was kann Seelsorge in diesem Raum leisten? Nicht viel – und doch alles Wesentliche. Da sein. Aushalten. Schweigen dürfen. Manchmal beten. Manchmal einfach die Hand halten.
Was ich dort erlebe und bedenke, schreibe ich hier auf. Für Angehörige, die begleiten und selbst Halt suchen. Für alle, die sich fragen: Wie kann ein Mensch gut sterben? Und: Wie halte ich das aus?
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