Meine Trauer.
Mein Weg.


Im Hospiz ist die Zeit anders. Langsamer. Dichter. Kostbarer.

Hier begleite ich Menschen, die wissen, dass ihr Leben zu Ende geht – und die, die bei ihnen bleiben. Angehörige, die ausharren. Pflegende, die täglich neu lernen loszulassen.

Was kann Seelsorge in diesem Raum leisten? Nicht viel – und doch alles Wesentliche. Da sein. Aushalten. Schweigen dürfen. Manchmal beten. Manchmal einfach die Hand halten.

Was ich dort erlebe und bedenke, schreibe ich hier auf. Für Angehörige, die begleiten und selbst Halt suchen. Für alle, die sich fragen: Wie kann ein Mensch gut sterben? Und: Wie halte ich das aus?