Hier finden Sie Predigten, Fragen und Meditationen zum Vaterunser.
Es ist einer der bekanntesten Texte der Welt. Weltweit kennen Menschen dieses Gebet in ihrer Heimatsprache. Es ist so vertraut – und gleichzeitig so fremd.
Das Vaterunser ist ein Gebet der Fragen, nicht der Antworten. Es lädt uns ein, zu entdecken, zu zweifeln, zu vertrauen. Es lädt uns ein, unsere eigenen Bilder zu finden – und sie auch wieder loszulassen, wenn sie zu eng geworden sind.
Eine Einladung zum Staunen über das Vertraute.
Die meisten dieser Texte öffnen weitere Türen: erst die Predigt, dann Fragen zum Weiterdenken, eine Meditation und schließlich und schließlich vertiefende theologische Impulse.
Denn jeder biblische Text ist wie ein offenes Kunstwerk – er wartet darauf, dass Sie etwas Eigenes darin entdecken. Lassen Sie sich überraschen, herausfordern, trösten. Lassen Sie sich inspirieren von den weiterführenden Gedanken.
-
Predigt. Vaterunser 1
Stellen Sie sich vor: Mitten in Ihrer Nacht, wenn Sie nicht schlafen können, wenn die Sorgen groß sind – da ist jemand auf der anderen Seite der Welt und betet mit Ihnen. Zur gleichen Zeit. Mit denselben Worten. Ein unsichtbares Band umspannt die Erde. Verbunden mit dem Vater in Südafrika, der sein krankes Kind durch…
-
Predigt. Vaterunser 2
Jesus hätte sagen können: „Mein Vater im Himmel.“ Doch er wählte bewusst „unser“. Dieses kleine Wort ist ein Donnerschlag. Es sprengt die Grenzen einzelner Frömmigkeit und schafft etwas Neues: eine Gebetsgemeinschaft, die alle Grenzen überschreitet.
-
Predigt. Vaterunser 3
Das Vaterunser beginnt nicht mit einem Dogma, sondern mit einer Einladung. Wir dürfen „Vater“ sagen – oder „Mutter“, „Quelle“, „Kraft“. Wir dürfen uns bergen lassen in dem, was größer ist als unsere Angst, stärker als unsere Sorge, tragfähiger als unsere Zweifel.
-
Predigt. Vaterunser 4
Heilig ist das, was wir nicht benutzen oder instrumentalisieren können, sondern was uns verwandelt, wenn wir es berühren.
-
Predigt. Vaterunser 5
Was ist eigentlich Himmel, was ist Hölle? Ist das so leicht zu unterscheiden: hier das Gute, dort das Böse – hier Gott, dort das Nichts? Vielleicht liegt die Sache komplizierter. Vielleicht sind Himmel und Hölle näher beieinander als wir denken. Vielleicht tragen wir sogar beides in uns.
-
Predigt. Vaterunser 6
„Dein Reich komme“ – das ist das Gebet aller, die müde sind vom Müssen.
-
Predigt. Vaterunser 7
„Dein Wille geschehe“- Dies ist keine Bitte um Resignation. Es ist eine Bitte um die Kraft, uns dem anzuvertrauen, was trägt.
-
Predigt. Vaterunser 8
Martin Luther wagte eine kühne Auslegung: „Tägliches Brot heißt alles, was zur Nahrung dieses Lebens gehört.“ Er zählte auf: Essen und Trinken, Haus und Kleidung, aber auch „fromme Eheleute, fromme Kinder, gute Freunde, treue Nachbarn, Frieden, Gesundheit.“ Eine wunderbare Liste des Lebens! Sie lädt ein zu fragen: Was steht wohl auf meiner Liste? Was ist…
-
Predigt. Vaterunser 9
„Schuld braucht Vergebung – Scham braucht Würde. Ein biblisch geerdeter Weg zur Selbstvergebung mit starken Bildern und kurzen Übungen.“
-
Predigt. Vaterunser 10
Eine Predigt über Vergebung als Weg zur inneren Freiheit – ohne moralischen Zwang. „Unabhängigkeitserklärung des Herzens“ zeigt, wie Vergebung auch ohne Versöhnung möglich ist und warum sie nicht Pflicht, sondern Befähigung ist. Mit praktischen Fragen, spirituellen Impulsen und biblischem Hintergrund.
-
Predigt. Vaterunser 11
Eine Andacht über die vielleicht schwierigste Bitte des Vaterunsers. Sie lädt ein, die eigene Verletzlichkeit nicht als Schwäche zu verstehen, sondern als Geschenk der Ehrlichkeit. In einer Welt, die Stärke vergöttert, entdecken wir hier die Weisheit der Zerbrechlichkeit. Das aramäische Verständnis Jesu zeigt uns einen sanfteren Weg: Nicht die Bitte an einen prüfenden Gott, sondern…
-
Predigt. Vaterunser 12
Darf sich mein Glaube weiterentwickeln? Das Vaterunser zeigt, wie das geht.
-
Predigt. Vaterunser 13
In unserer Predigtreihe zum Vaterunser kommen wir heute zu einem besonderen Abschluss: dem Amen. Diesem kleinen Wort, das so selbstverständlich am Ende jedes Gebets steht – und doch manchmal so schwer über die Lippen kommt. Besonders für Menschen, die sich auf der spirituellen Suche befinden, kann das traditionelle „Ja und Amen“ eine Herausforderung darstellen. Was…