Klinikseelsorge im Evangelischen Dekanat Nassauer Land

Kategorie: Empfehlenswert

Die Zwölf Heiligen Nächte. Zwölf Fragen für das Innehalten

Zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar liegen die Zwölf Heiligen Nächte – eine uralte Tradition des Innehaltens und Betrachtens. In dieser besonderen Schwellenzeit zwischen Weihnachten und dem Fest der Heiligen Drei Könige lade ich Sie ein, jeden Tag eine Frage zu erkunden: im Tagebuch, im Gespräch mit vertrauten Menschen (deep talk) oder in einer Gruppe.

Die folgenden 12 Fragen helfen Ihnen dabei, das vergangene Jahr zu würdigen, dem kommenden Jahr zu begegnen und sich selbst neu zu entdecken – mal im Rückblick, mal im Ausblick, mal ganz im Hier und Jetzt.


RÜCKBLICK AUF das vergangene Jahr

  • Welche Kleinigkeit hat dich 2025 erstaunlich glücklich gemacht?
  • Welchen Satz hast du 2025 am häufigsten gesagt – und was sagt das über dich?
  • Was hast du dieses Jahr gelernt, das du eigentlich schon längst wusstest – aber erst jetzt wirklich verstanden hast?

 

SELBSTERKENNTNIS / GEGENWART

  • Was hast schon mal du aufgeschoben, das sich später als gute Entscheidung herausgestellt hat?
  • Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?
  • Welche deiner Eigenschaften nervt dich manchmal – und rettet dich an anderen Tagen?
  • Was brauchst du, um dich lebendig zu fühlen – nicht glücklich, nicht erfolgreich, sondern einfach: lebendig?
  • Welcher Ort auf der Welt fühlt sich für dich an wie nach Hause kommen – auch wenn du noch nie dort warst?
  • Welcher Mensch hat dich geprägt, ohne es zu wissen?

 

AUSBLICK AUF das nächste Jahr

  • Wenn 2026 ein Raum wäre, den du betrittst: Welche Tür lässt du bewusst zu? Und welches Fenster reißt du sperrangelweit auf?
  • Wenn dein Bauchgefühl und dein Kopf sich 2026 auf genau eine Sache einigen müssten – was wäre das?
  • Wenn du für 2026 eine völlig überflüssige, aber herrliche Tradition einführen könntest – welche?

Inspiriert hat mich zu dieser Sammlung ein Beitrag der großartigen KollegInnen von RefLab aus der Schweiz:
https://www.reflab.ch/eine-zwischenzeit-die-rauhnaechte/

Wer Spaß hat an weiteren Fragen:
https://www.reflab.ch/55-neue-fragen-zum-jahreswechsel-fuer-deep-talk-oder-journaling/
https://www.reflab.ch/100-fragen-zum-jahreswechsel/

 


Die Zwölf Heiligen Nächte. Zeit zwischen den Zeiten

Wenn zwei Kalender sich nicht einig sind

Die Zwölf Heiligen Nächte, auch Raunächte genannt, haben ihren Ursprung in einem praktischen Problem unserer Vorfahren: Wie bringt man Mond- und Sonnenjahr zusammen?

Ein Mondjahr ist elf Tage kürzer als ein Sonnenjahr – eine merkwürdige Lücke, die weder zum alten noch zum neuen Jahr gehört.

Diese Tage galten in germanischen
und keltischen Kulturen
als besondere Schwellenzeit:
Zwischen den Jahren.
Zwischen den Welten.

Die Zwölf Nächte vom 25. Dezember bis zum 6. Januar wurden so zu einer Zeit außerhalb der normalen Ordnung – jede Nacht einem Monat des kommenden Jahres zugeordnet, eine Ahnung dessen, was werden könnte.

Christliche Umdeutung: Aus gefährlichen Nächten werden heilige Nächte

Die frühe Kirche hat diese vorchristliche Tradition nicht einfach verboten, sondern verwandelt. Aus den „wilden“ Raunächten wurden die „heiligen“ Zwölf Weihnachtstage – die liturgische Zeit zwischen der Geburt Christi am 25. Dezember und dem Fest der Erscheinung des Herrn (Epiphanias) am 6. Januar.

Was vorher als gefährlich galt – die dünne Grenze zwischen den Welten, die Ungewissheit der Schwellenzeit –
wurde nun zum Raum für das Licht von Weihnachten.
Christus als Licht in der Finsternis, das durch die dunkelsten Nächte des Jahres hindurch bis zu seiner Erscheinung vor den Völkern leuchtet.

Die Bräuche blieben – verwandelt: Aus wildem Räuchern wurde Weihrauch, aus Schutzritualen der Haussegen. In manchen Häusern wird noch heute geräuchert, mit Gebeten statt Zaubersprüchen, die besondere Achtsamkeit auf Träume und innere Eindrücke nun als geistliche Übung der Gewissenserforschung.

Eine theologische Schwellenzeit

Die Zwölf Nächte lassen sich theologisch tiefer deuten: Wir leben „zwischen den Zeiten“ – das Heil ist in Christus schon gekommen und doch noch nicht vollendet.

Genau diese Spannung prägt die Zeit zwischen Weihnachten und Epiphanias. Das Kind in der Krippe ist geboren – aber was bedeutet das für die Welt, für mich, für das kommende Jahr? Die Nächte werden ein Raum, um dieser Frage nachzuspüren.

Was die Zwölf Nächte heute sein können

Heute entdecken viele Menschen diese alte Tradition neu – nicht als magisches Orakel oder Aberglauben, sondern als bewusste Auszeit.

Die Zwölf Nächte bieten einen Rhythmus für das, was im Alltag oft untergeht:
das stille Nachdenken,
das achtsame Sortieren,
das Gespräch ohne Zweck.

In manchen Gemeinden gibt es „Raunachts-Exerzitien“ – bewusste Auszeiten zwischen den Jahren. Jeden Abend eine Andacht, ein Wort, eine Frage. Andere nutzen die Zeit für Haussegnungen, für das bewusste Räuchern und Beten in den eigenen vier Wänden, für Rituale des Loslassens und Neuanfangens.

In Kliniken und palliativen Einrichtungen kann diese Zeit besonders wertvoll werden: Wenn die normale Geschäftigkeit pausiert, wenn die Welt draußen zwischen den Jahren innehält, entsteht Raum für das, was wirklich zählt. Für Trauer und Hoffnung. Für Rückschau und Vorausschau. Für das Licht, das auch in den dunkelsten Nächten nicht ausgeht.

Die Fragen als Begleiter

Die 12 Fragen sind keine Checkliste, sondern Wegbegleiter durch diese besondere Zeit. Sie helfen, in Kontakt zu kommen – mit sich selbst, mit anderen, mit dem Jahr, das hinter und vor Ihnen liegt, vielleicht auch mit Gott, der mitgeht. Vielleicht sind sie auch Inspiration für eigene Fragen.

Sie entscheiden, wie Sie die Fragen nutzen: allein oder mit anderen, als geistliche Übung oder achtsame Begegnung mit sich selbst.

Die Zwölf Nächte warten.
Für das, was Sie nicht aussprechen können.
Für das, was Sie loslassen wollen.
Für das, was werden darf.

Nordic-Zen: Eine digitale Atempause

Nordic-Zen. Eine digitale Atempause
Oder: Warum diese Webseite so aussieht, wie sie aussieht

„Nordic-Zen“. Zugegeben, das klingt erst einmal nach einem teuren Möbelkatalog, einer neuen Yoga-Matte oder einer Duftkerze mit der Geschmacksrichtung „Fjord und Freiheit“. Dabei muss man sich fragen: Gibt es diese „nordische Kultur“ überhaupt? Jenseits von Möbelhäusern mit unaussprechlichen Namen und Fernsehkrimis, in denen es immer regnet?

Für mich ist dieser Fantasiebegriff – der übrigens in nächtlichen Diskussionen zwischen mir und meinen KI-Sparringspartnern Claude und Gemini entstand – weniger eine geografische Verortung als eine Sehnsucht. Die Sehnsucht nach einer Umgebung, die nicht schreit. Eine Haltung, die sagt: „Komm erst mal an.“

Es ist die Verbindung aus hessischer Bodenständigkeit und einer nordischen Klarheit. Weniger Chichi, mehr Substanz. Deshalb habe ich mich für das Theme „Chaplin“ entschieden, also ein Grunddesign, das der schwedische Webdesigner Anders Noren entwickelt hat. Ein europäisches Modell.

Hier ist die Geschichte hinter dem Konzept – und warum hier vieles fehlt, was anderswo blinkt.

Vom Zettel zum Bildschirm. Ein Ort, der bleibt

Die Idee zu dieser Seite entstand nicht am Schreibtisch, sondern „draußen“. In der Klinik, bei Gesprächen im Park, nach dem Gottesdienst. Immer wieder merkte ich: Menschen wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Wie der andere denkt. Was ihn trägt. Ob man ihm vertrauen kann im Gespräch.
Oder es wurde gefragt nach den Meditationstexten oder einer Andacht.

Früher habe ich Zettel verteilt – mit Texten, Gebeten, Gedanken. Das war nett, aber oft waren die Zettel weg, sobald man sie brauchte. Heute gehören Smartphones auch in der Klinik zum Alltag. Also warum nicht dort weitermachen, wo das Gespräch endet?

Mitmenschpfarrer.de ist gedacht als ein Ort, der bleibt. Als Brücke zwischen Klinik und Zuhause. Als Möglichkeit, den Faden weiterzuspinnen, wenn Sie wieder in Ihrem Leben sind – mit all seinen Fragen, Momenten der Stille und dem Bedürfnis nach einem Gedanken, der trägt. Sie ist niedrigschwellig, gut lesbar, ohne Kampf durch verschachtelte Menüs. Und sie lädt ein: Komm vorbei, wann immer du magst.

Mut zur Lücke. Klarheit ohne Kälte

Wer nach Trost, einem Gebet oder spirituellen Impulsen sucht, braucht keine Ablenkung. Deshalb gilt hier: Nordic-Zen bedeutet, dass die Seite einen Schritt zurücktritt.

Keine blinkenden Banner, keine Pop-ups, kein animiertes Feuerwerk. Der Raum ist da, um dir Platz zu machen – nicht um sich selbst darzustellen. Es ist wie eine leere Bank an einem ruhigen Ort: Sie drängt sich nicht auf, aber sie ist da, wenn Sie sich setzen wollen. Spiritualität ohne Kitsch. Kirche ohne fromme Fachsprache (soweit das einem Pfarrer möglich ist).

Datenschutz ist wichtig für Seelsorge

Ein digitaler Raum für Spiritualität und Seelsorge muss ein geschützter Raum sein. Datenschutz ist für mich kein bürokratisches Übel, sondern Teil meiner seelsorgerlichen Haltung. Vertrauen ist in der Seelsorge kein Extra, sondern das Fundament.

  • Keine Tracker: Ich verfolge Sie nicht.
  • Keine externen Datenkraken: Was hier passiert, bleibt hier.
  • Keine Cookies: Zumindest keine digitalen. Echte Kekse dürfen Sie beim Lesen natürlich gerne essen.

Ich finanziere diese Arbeit transparent selbst, damit Sie nicht mit Ihren Daten bezahlen.

Warum „Mitmenschpfarrer“?

Weil genau das mein Ansatz ist:
Ich bin Pfarrer – ja.
Aber vor allem bin ich Mitmensch.
Ich bin da für Menschen, die glauben oder zweifeln, hoffen oder kämpfen, lachen oder weinen.
Diese Seite ist kein theologisches Lehrbuch, sondern ein Platz fürs gemeinsame Nachdenken über das, was uns bewegt.

Work in Progress. bewusst so

Diese Seite wächst. Sie ist nicht perfekt, aber lebendig.

Was als digitale Visitenkarte begann, entwickelt sich weiter – mit Podcast-Ideen, Gedanken-Impulsen, Alltags-Meditationen. Alles darf sich verändern. Muss sogar.

Nordic-Zen ist kein System. Es ist ein Angebot.

Nehmen Sie mit, was Ihnen guttut – und kommen Sie wieder, wenn Sie mögen.


Für die Neugierigen: Drei kleine Hinweise

Gebrauchsanweisung (nicht ganz ernst gemeint). Wie man diese Seite nutzt:

  • Nach einem Gespräch in der Klinik zum Runterkommen.
  • Mit einer Tasse Tee auf dem Sofa zum Stöbern.
  • Als Spickzettel, wenn man selbst nach Worten sucht.
  • Warnhinweis: Kann Spuren von Hoffnung enthalten.

Disclaimer (sehr ernst gemeint): 

Was diese Seite nicht ist: Kein Hochglanz-Marketing, keine therapeutische Online-Beratung und kein Ersatz für ein echtes Gespräch unter vier Augen. Sie ist eher eine Tasse Tee für zwischendurch.

Ein Wort zur KI: 

Ja, ich nutze KI als Sparringspartner für Struktur und Code. Aber das Herz, die Theologie und das „Warum“ – das bin ich, Matthias Schmidt. Die KI hilft mir, die Tür zu bauen; hindurchgehen und Sie begrüßen tue ich selbst.

Trauer. Wenn das Leben aus den Fugen gerät

Trauer –
Wenn das Leben aus den Fugen gerät


Manche Verluste werfen uns aus der Bahn. Sei es der Tod eines geliebten Menschen, ein belastendes Ende, der Verlust der eigenen Gesundheit oder eine zerbrochene Beziehung – plötzlich ist alles anders.

Doch was ist Trauer eigentlich?


Die stille Begleiterin: Trauer


Es gibt Momente, in denen das Leben stillzustehen scheint. Ein Verlust hat alles verändert, und Sie fragen sich, wie es weitergehen soll.
Die Trauer ist bei Ihnen eingezogen und will nicht mehr gehen.
Das ist schwer auszuhalten.
Und doch möchte ich Ihnen etwas sagen: Trauer ist nicht Ihr Feind.

Ich darf trauern

Trauer zeigt uns, was uns wichtig war. Sie ist das Echo einer tiefen Verbindung, der Nachhall von Liebe. Ohne Bindung gibt es keine Trauer.
Sie dürfen trauern.
Sie müssen nicht stark sein, nicht funktionieren, nicht so tun, als wäre alles in Ordnung. Trauer braucht Raum und Zeit. Manchmal viel Zeit.
In unserer beschleunigten Welt vergessen wir das oft.

Die Gezeiten der Trauer

Trauer kommt in Wellen. Manchmal sanft wie ein ruhiger See, manchmal mit der Wucht eines Sturms. Beide gehören dazu.
Es gibt Tage, an denen Sie denken: „Es wird besser.“ Und dann gibt es andere, an denen der Schmerz so frisch ist wie am ersten Tag. Das ist normal. Das ist menschlich.
Trauer folgt keinem Zeitplan.
Lassen Sie sich nicht drängen – weder von anderen noch von sich selbst.
Ihre Trauer ist so einzigartig wie Ihre Liebe war.

66referenz blog

Ich will meine Trauer verstehen…

Trauer ist kein geradliniger oder starrer Prozess. Heute weiß man: Trauer verläuft nicht in festen Phasen oder Schrittfolgen, wie früher oft angenommen wurde, sondern sie ist viel beweglicher und individueller.

• Trauer kommt und geht: Sie erleben wahrscheinlich, dass Ihre Trauer in Wellen auftritt. Es gibt Momente, in denen Sie sehr traurig sind, und andere, in denen Sie sich ablenken, arbeiten oder sogar Freude empfindenden können. Auch Zeiten, in denen Sie kaum an den Verlust denken, und dann wieder plötzlicher Schmerz – all das ist ganz normal. Viele Trauernde sind erstaunt: „Heute geht es besser – und plötzlich ist die Trauer wieder ganz nah.“ Das ist keine Schwäche, sondern ein Zeichen von Lebendigkeit und Anpassung.

• Zwischen Erinnern und Neuanfang: Manchmal brauchen Sie das Erinnern, das Zulassen von Gefühlen, das Weinen oder das Sprechen über den Verstorbenen. An anderen Tagen steht der Alltag im Vordergrund: Sie kümmern sich um Ihre Aufgaben, genießen kleine Dinge oder sind nach außen gerichtet. Dieses Wechselspiel erleichtert die Verarbeitung des Verlusts. Ablenkung ist dafür genauso wichtig wie Traurigsein.

„Es ist völlig in Ordnung, wenn Sie zeitweise das Gefühl haben, die Trauer sei verschwunden –
und sie dann wieder spüren.
Sie machen dabei nichts falsch.
Es gehört zu Ihrem Trauerweg.“

Eine neue Art, das Leben zu sehen

Trauer verändert uns. Das ist unausweichlich. Aber Veränderung bedeutet nicht nur Verlust. Sie kann auch zu einer tieferen Dankbarkeit führen, zu mehr Mitgefühl für andere, zu einer neuen Wertschätzung des Lebens.
Vielleicht spüren Sie das noch nicht. Das ist in Ordnung.
Es braucht Zeit, bis wir erkennen, wie Trauer uns geformt hat. Bis wir verstehen, dass sie uns nicht nur genommen, sondern auch gegeben hat: Tiefe. Mitgefühl. Eine neue Art, das Leben zu sehen.
Sie werden wieder lachen können, ohne Ihren Verlust zu verraten. Sie werden wieder Freude empfinden können, ohne schuldig zu sein.
Das Herz ist groß genug für beides: für Trauer und für Hoffnung.

Brauche ich Hilfe?

Es ist gut, wenn Menschen uns zur Seite stehen – nicht nur in den ersten Tagen, sondern auch dann, wenn die Trauer länger dauert.
Es tut gut, wenn jemand zuhört, fragt, was wir brauchen, uns erzählen lässt, einfach „da ist“ und uns mit unseren Gefühlen aushält.

Ärztliche oder therapeutische Hilfe von außen ist dann wichtig, wenn Sie merken: Die körperlichen Beschwerden wie Schlafstörungen, Appetitlosigkeit oder Schmerzen werden zu belastend.
Auch dann, wenn sich Ihr Zustand über viele Monate nicht verändert, Sie sich wie gelähmt fühlen, keinen Zugang mehr zum Leben finden, immer weiter zurückziehen oder gar keinen Sinn mehr sehen.

Scheuen Sie sich nicht, Unterstützung anzunehmen – das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein kluger Schritt zu mehr Lebensqualität. Manchmal braucht es professionelle Hilfe, um wieder Hoffnung, Kraft und Perspektive zu finden.



„Trauer ist wichtig,
um einen Verlust zu verarbeiten –
doch wenn sie das Leben dauerhaft belastet, jemand körperlich oder seelisch darunter leidet
und keinen Weg
zurück ins Leben findet,
dann ist es Zeit, Hilfe zu suchen.“

Trauer ist kein Problem,
das gelöst werden muss.
Sie ist ein Teil des Lebens.

Es gibt keinen Weg um die Trauer herum. Es gibt nur den Weg hindurch.
Das bedeutet nicht, dass Sie allein gehen müssen. Hier in der Klinik sind Menschen, die Sie verstehen. Die Ihnen zuhören. Die Sie begleiten, ohne Ihnen die Trauer nehmen zu wollen.
Trauer ist kein Problem, das gelöst werden muss. Sie ist ein Teil des Lebens, der gewürdigt werden will.
Lassen Sie zu, dass andere Ihnen nahe sind. Auch in der Trauer – gerade in der Trauer – sind Sie nicht allein.

Irgendwann werden Sie merken,
dass neben der Trauer wieder andere Gefühle Platz finden.

Nicht weil die Trauer verschwindet,
sondern weil das Herz lernt, beides zu tragen:
die Liebe zu dem, was war,
und die Hoffnung auf das, was noch kommen kann.

Bis dahin: Seien Sie geduldig mit sich.
Seien Sie gütig zu sich.

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