Kategorie Predigten

11) Nein und Amen

In unserer Predigtreihe zum Vaterunser kommen wir heute zu einem besonderen Abschluss: dem Amen. Diesem kleinen Wort, das so selbstverständlich am Ende jedes Gebets steht – und doch manchmal so schwer über die Lippen kommt. Besonders für Menschen, die sich auf der spirituellen Suche befinden, kann das traditionelle "Ja und Amen" eine Herausforderung darstellen. Was aber, wenn wir das Amen neu verstehen – nicht als blinden Gehorsam, sondern als ehrliches Ringen?

Sound of Silence – Was hat Dich hierher gebracht?

„Hello darkness, my old friend" — Paul Simon begrüßt die Dunkelheit wie eine Vertraute, und doch erzählt sein Lied auch von einer anderen Stille: der, in der wir reden, ohne uns zu zeigen. Genau diesen Unterschied kennt auch der Prophet Elija, der erschöpft unter einem Wacholderbaum liegt und nur noch sagt: „Es ist genug." Gott antwortet ihm mit einer leisen Stimme, die kein Lärm ist. Diese Predigt fragt nach den zwei Arten von Schweigen: dem, das uns verstummen lässt, und dem, in dem wir uns bergen dürfen. Und sie endet mit einem Satz, der nichts verlangt und trotzdem trägt: Du bist nicht allein.

6) Das tägliche Brot

Martin Luther wagte eine kühne Auslegung: "Tägliches Brot heißt alles, was zur Nahrung dieses Lebens gehört." Er zählte auf: Essen und Trinken, Haus und Kleidung, aber auch "fromme Eheleute, fromme Kinder, gute Freunde, treue Nachbarn, Frieden, Gesundheit."
Eine wunderbare Liste des Lebens! Sie lädt ein zu fragen: Was steht wohl auf meiner Liste? Was ist mein tägliches Brot?

Weihnachten in der Klinik – In der Werft, nicht im Palast

„Es kommt ein Schiff, geladen" – ein altes Adventslied, das in der Klinik anders klingt. Mein Lebensschiff liegt in der Werft. Ramponiert, mit einem Riss im Rumpf. Aber Häfen sind keine Endstationen. Eine Meditation über Advent in der Klinik, über die „teure Last", die wir tragen – und darüber, dass Gott genau da geboren wird, wo es nicht perfekt ist.