
Killing Me Softly. Erkannt werden
Was macht dieser Song? Was berührt daran so viele Menschen, über Jahrzehnte, über alle Generationen hinweg?
Ich glaube, es ist dieses eine: Das Erlebnis, erkannt zu werden.
Klinikseelsorge im Evangelischen Dekanat Nassauer Land

Was macht dieser Song? Was berührt daran so viele Menschen, über Jahrzehnte, über alle Generationen hinweg?
Ich glaube, es ist dieses eine: Das Erlebnis, erkannt zu werden.

Ich halte einen Moment inne. Jetzt bin ich hier. Hier in diesem Raum, in dieser Stunde. Wie bin ich hier? Was trage ich mit in diesen Morgen? Was liegt auf meiner Seele – schwer oder leicht? Ich spüre nach: Wie…

Über sieben Brücken – und einer geht mit Osterpredigt zu Lukas 24,13–35 Ein Lied – und eine seltsame Nähe zu Ostern Manchmal scheint die Uhr des Lebens still zu stehn Manchmal scheint man immer nur im Kreis zu gehen Dieses…

Dem Leben die Zeit geben, die es braucht. Von dieser Kunst erzählen Rilke und Jesus.

Die ersten achtzehn Verse von Psalm 139 kennen viele: Doch dann, ab Vers 19, reißt etwas auf. Ein Dschungel voller Wut und ungezähmter Gefühle.
Viele von uns haben gelernt, diesen Teil der Seele zu meiden. Doch der Psalm lädt uns ein, auch diesen Dschungel zu erkunden.

1. Die kleine Kostbarkeit Nehmt die kleine perlmuttfarbene Ich-Perle zwischen eure Finger. Sie ist unscheinbar und doch kostbar. Klein und dennoch unendlich wertvoll. Wie du selbst – auch wenn du das nicht immer siehst. Diese Perle spiegelt das Licht auf…

Dieses Gebet lädt ein, anders in den Tag zu gehen. Nicht mit einer Liste. Nicht mit Vorsätzen. Sondern mit den Händen. Mit dem Atem. Mit dem, was ist.
Sechs kleine Bewegungen. Sechs Augenblicke der Stille.

„Ich danke dir, dass ich wunderbar gemacht bin" – aber was, wenn man das nicht sagen kann? Psalm 139 erzählt eine andere Geschichte: Gott sieht uns unfertig und liebt uns gerade so. Eine Predigt über das Heilige im Unfertigen – und darüber, dass wir nicht fertig sein müssen, um geliebt zu werden.

Wohin soll ich gehen vor deinem Geist?" David macht eine Entdeckungsreise durch die Welt – und findet überall dasselbe: Du bist da. Eine Predigt zu Psalm 139,7-12 über Gottes Gegenwart in Himmel und Totenreich, in Morgenröte und Finsternis. Auch dort, wo es dunkel wird, ist Gott nicht als der, der alles rechtfertigt – sondern als der, der mitgeht.

„Du hast mich erforscht" – das klingt erst mal bedrohlich. Aber das hebräische Wort chaqar bedeutet „nach Bodenschätzen suchen". Gott ist kein Inspektor, der Fehler sucht. Gott ist ein Goldgräber, der Schätze freilegt. Eine Predigt zu Psalm 139,1-6 über Körper, Narben und das Gesehen-Sein.

Aus einer Gebetszeit entstanden – und doch für jeden Moment. Ein Segen, der dein ganzes Leben umfasst: mit Licht und Schatten. Du bist gesegnet, um Segen zu sein.

Beten mit dem ganzen Körper. Eine Bewegungsmeditation – für den Morgen, den Abend und die Stille dazwischen.

"Dein Reich komme" –
das ist das Gebet aller,
die müde sind vom Müssen.

Eine alte japanische Kunst: Ein zerbrochenes Gefäß wird mit Gold gekittet. Die Risse leuchten – nicht trotz, sondern wegen des Bruchs. Was wäre, wenn wir unsere eigenen Bruchstellen mit anderen Augen sehen könnten?

Was wird sichtbar, wenn der Lärm des Alltags sich zurückzieht? Wenn die ständige Betriebsamkeit – wie das Rauschen der Flut – für einen Moment verstummt?

„Es kommt ein Schiff, geladen" – ein altes Adventslied, das in der Klinik anders klingt. Mein Lebensschiff liegt in der Werft. Ramponiert, mit einem Riss im Rumpf. Aber Häfen sind keine Endstationen. Eine Meditation über Advent in der Klinik, über die „teure Last", die wir tragen – und darüber, dass Gott genau da geboren wird, wo es nicht perfekt ist.

Ein Segen ist keine Zauberformel. Aber er ist ein Versprechen: Du wirst gesehen. Genau so, wie du bist – mit allem, was du trägst. Eine Einladung, sich beschenken zu lassen.

Du willst für andere da sein. Das ist gut. Aber irgendwann merkst du: Ich kann nicht mehr geben, was ich selbst nicht habe. Ein Text über die alte Frage – und was Jesus damit zu tun hat.

Ein Segen ist kein Ritual für besonders Fromme. Er ist ein Versprechen – an Sie. Du bist nicht allein. Dein Weg wird begleitet. Und du darfst empfangen, was du dir selbst nicht geben kannst.